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zum Genus: "Omia Hübner, 1821"


raphaeli Kettner, 2004



     Originalzitat / original citation:
(Holot.m: TÜRKEI, Prov.Izmir, 4km S Armutlu, 350m, leg.Kettner, 2.6.1999, coll. Kettner, ZSM, München)


     Synonyme / synonyms:
keine


     Spannweite / wingspan (Millimeter):






     Biologie und Ökologie / biology and ecology:
Flugzeit: VI
Raupenzeit: ?
Habitat: Die Falter ruhen am Tage in Blüten einer mir leider nicht bekannten Pflanze. Diese wächst ca. 50 cm hoch. Die Blüten sind rosa, trichterförmig und ähneln Malven- bzw. Ackerwindenblüten. Am Abend wurde am Fundort geleuchtet, wobei jedoch kein einziger Falter dieser Art am Licht erschien. Am nächsten Vormittag wurden wieder einige Exemplare in den Blüten entdeckt. (Zitat: M. Kettner)


     Futterpflanzen / food plants:
unbekannt


     Verbreitung im Bearbeitungsgebiet / geographical extension in examination area:
Türkei (West-Türkei, Umgebung Izmir)


     Weitere Verbreitung / further extension:
unbekannt


     Subspezies + Verbreitung / subspecies + extension:
keine beschrieben


     Nachweismethoden / detection methods:
Falter sitzt in Blüten und kann am Tage gefunden werden


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zum Genus: "Omia Hübner, 1821"


Zitat des Autors aus der Artbeschreibung:

Derivatio nominis:

Die Art ist meinem Sohn RAPHAEL, der das erste Exemplar entdeckte, gewidmet.

Beschreibung:

Spannweite 26–28 mm.
Flügellänge 12 mm.
Körperlänge 11 mm.

Äußere Morphologie:

Vorderflügel einfarbig, olive-braun ohne Zeichnungen. Fransen schwarz mit weißen Spitzen, Apex sehr spitz. Auf der Unterseite das Feld unterhalb der CuA2-Ader hellgelblich. Hinterflügel schwarz mit weißen Fransen. Die Unterseite farblich geteilt, vordere Hälfte hell-braun, hintere Hälfte dunkler braun, fast schwarz. Fühler borstenförmig. Rüssel kräftig und gut ausgebildet. Abdomen schwarz mit zarter, heller Beschuppung an den Segmentgrenzen. Die sehr kurzen Hinterbeine behaart. Hintertibia mit zwei Mittel- und zwei Endspornen. Stirn gerundet, glatt, kurz behaart. Palpen aufsteigend. Augen nackt, unten stark bewimpert. Weibchen meist mit hervorstehender Legeröhre.

Differentialdiagnose:

Die Grundfarbe der Vorderflügel ist wie bei Omia cymbalariae (HÜBNER, 1809) einfarbig olive-braun aber ohne gescheckte Fransen und ohne jegliche Zeichnungen. Die Form der Vorderflügel ist langgestreckt und spitz im Apex, im Gegensatz von kurz, gedrungen und gerundet wie bei den Vorderflügeln der bekannten Omia-Arten HÜBNER [1821] 1816. Das männliche Genital zeigt Ähnlichkeiten zu Omia cyclopea (GRASLIN, 1836). Das weibliche Genital von O. raphaeli sp. nov. kommt dem von Omia cymbalariae (HÜBNER, 1809) am Nächsten. Omia raphaeli sp. nov. erinnert wegen des Flügelschnittes etwas an Stenoecia dos (FREYER, 1838). Aufgrund der Genital-Morphologie ist die neue Art jedoch in der Unterfamilie Cuculliinae, in die Tribus Oncocnemidini, in der Gattung Omia HÜBNER, [1821] 1816 einzureihen. Omia raphaeli sp. nov. ähnelt im Habitus etwas Omia cymbalariae (HÜBNER, 1809), welche ebenfalls tagaktiv, jedoch viel kleiner ist als die neue Art. Anzumerken ist, dass die Tribus Oncocnemidini von amerikanischen Autoren als eigene Unterfamilie Oncocnemidinae behandelt wird.

Dipl. Ing. (FH) MICHEL KETTNER
Buchenstrasse 4
D-86551 Aichach-Sulzbach
Germany

by Bernd Schacht - -